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Instrumente und empfindliches Zubehör werden bei uns fachgerecht und stoßsicher verpackt, meist im passenden Etui zusätzlich gesichert in stabiler Transportverpackung.
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Bei mangelhaften Dienstleistungen (insbesondere bei Werkverträgen wie Handwerkerarbeiten oder Reparaturen) haben Sie zunächst ein Recht auf Nachbesserung, während eine direkte Rückgabe oder ein Rücktritt vom Vertrag erst nach erfolgloser Fristsetzung möglich ist.
Wir bieten dir alle gängigen Zahlungsmethoden an: PayPal, Kreditkarte, Vorkasse, Rechnung und Sofortüberweisung.
Ratenzahlung und Rechnungskauf bieten wir aktuell ausschließlich für Stammkundinnen und Stammkunden an.
Du erreichst uns dazu ganz unkompliziert per WhatsApp, Telefon oder E-Mail.
Wichtig sind eine gleichmäßige Temperatur und Luftfeuchtigkeit von etwa 45–60 %, das Abwischen von Kolophonium-Resten nach dem Spielen sowie die Lagerung im geschlossenen Etui.
Beim Geigenbauer Check prüfen unsere ausgebildeten Geigenbauerinnen und Geigenbauer Stimmung, Steg, Stimme (Stimmstock), Saitenlage und den allgemeinen Zustand deines Instruments und nehmen bei Bedarf kleinere Einstellungen vor.
Unser Werkstattservice umfasst alle gängigen Streichinstrumenten-Reparaturen und Bogenreparaturen, unter anderem neue Stege, eine neue Stimme (Stimmstock), neue Wirbel, Halsreparaturen sowie den Obersattel – für Violine, Viola und Cello. Alle Arbeiten werden von ausgebildeten Geigenbauerinnen und Geigenbauern sowie Bogenbauerinnen und Bogenbauern mit anerkanntem Abschluss durchgeführt.
Ja, bei unseren Werkstattarbeiten und Reparaturen ist der Rückversand im angegebenen Preis bereits enthalten.
Wir empfehlen mindestens einmal jährlich, idealerweise beim Wechsel der Jahreszeiten, wenn sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit stärker verändern. Zusätzlich lohnt sich ein Check immer dann, wenn dir Klang, Ansprache oder Spielgefühl ungewohnt vorkommen.
Empfehlenswert ist eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 45–60 % sowie eine möglichst gleichbleibende Zimmertemperatur. Starke, schnelle Schwankungen – etwa durch direkte Heizungsnähe oder pralle Sonne – sollten vermieden werden.
Am besten mit einem weichen, trockenen oder leicht angefeuchteten Mikrofasertuch bzw. speziellen Pflegemitteln für Streichinstrumente. Alkoholhaltige Reiniger solltest du auf keinen Fall verwenden, da sie den Lack angreifen können.
In diesem Fall solltest du den Steg nicht selbst korrigieren, sondern zeitnah eine Geigenbauerin oder einen Geigenbauer aufsuchen bzw. unseren Werkstattservice nutzen, da ein falsch positionierter Steg Klang und Spielbarkeit erheblich beeinträchtigen kann.
Bei einer Halsreparatur wird der Übergang zwischen Hals und Korpus (Halsfuß) neu eingepasst oder verleimt, etwa wenn sich der Hals durch Alterung oder Belastung gelockert oder verzogen hat. Dies ist eine anspruchsvolle Arbeit, die nur erfahrene Geigenbauerinnen und Geigenbauer durchführen sollten.
Ja, wenn Wirbel zu locker sitzen, durchrutschen oder klemmen, können sie durch neue, exakt angepasste Wirbel ersetzt werden – etwa mit dem in unserer Werkstatt verwendeten flachen Konus für eine besonders feinfühlige Stimmbarkeit.
Das hängt stark vom Umfang der Arbeit und dem individuellen Zustand des Instruments ab. Gerne erstellen wir dir auf Anfrage eine unverbindliche Einschätzung.
Die Bearbeitungsdauer richtet sich nach Art und Umfang der Arbeit. Über den aktuellen Stand deiner Reparatur oder Wartung informieren wir dich im Rahmen deiner Bestellung.
Bitte auf keinen Fall selbst mit Haushaltskleber reparieren. Risse sollten fachgerecht von Geigenbauerinnen und Geigenbauern verleimt und wiederhergestellt werden, damit Stabilität und Klang erhalten bleiben.
Unsere Preise bleiben so niedrig, weil sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf bestimmte Arbeiten spezialisiert haben. Beispielsweise übernimmt eine Mitarbeiterin ausschließlich Stege und Stimmen, ein anderer Mitarbeiter kümmert sich nur um Bogenbezüge und Kopfplatten und so weiter.
Mongolisches Bogenhaar ist im Durchschnitt etwas feiner und dünner. Da die Haare dünner sind, passen mehr nebeneinander und die dünneren legen sich zwischen die dickeren – dadurch entsteht im Schnitt eine etwas größere Kontaktfläche zur Saite, was mehr Haftung bzw. Grip gibt.
Sibirisches Bogenhaar ist etwas dicker und kräftiger in der Struktur; die Haftung ist unter Umständen nicht ganz so ausgeprägt, dafür hält es größerer physischer Belastung stand.
Schwarzes Bogenhaar ist wesentlich dicker und gröber und eignet sich sehr gut für dicke Saiten, weshalb es häufig für Kontrabässe verwendet wird.
Wir führen Bögen aus traditionellem Fernambukholz, aus Brasilholz sowie aus modernen, erst kürzlich entdeckten und sehr gut geeigneten Bogenhölzern wie Ipe oder chinesischem Fernambuk. Daneben bieten wir Carbon-Bögen an, teils mit Fernambuk-Optik oder Holzummantelung.
Der Bogenbezug ist das Pferdehaar auf dem Bogen. Es nutzt sich mit der Zeit ab und verliert an Griffigkeit. Je nach Spielintensität sollte es etwa ein- bis zweimal im Jahr erneuert werden – diesen Service bieten wir für Violine, Viola, Cello und Bass an.
Fernambuk gilt wegen seiner einzigartigen Kombination aus Dichte und Elastizität als klanglich besonders nuanciert und wird von vielen Profis bevorzugt. Carbon-Bögen sind dafür deutlich widerstandsfähiger gegenüber Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen, langlebiger und meist günstiger – ideal für Einsteiger, Schüler oder viel Reisetätigkeit.
Brasilholz bezeichnet meist andere, weniger seltene brasilianische Holzarten, die als preisgünstigere Alternative zu echtem Fernambuk (Pernambuco) verwendet werden. Sie sind in der Regel etwas weniger elastisch und resonant, aber für Einsteiger- und Mittelklasse-Bögen gut geeignet.
Wichtige Merkmale sind eine gleichmäßige, feine Maserung des Holzes, eine passende Wölbung (Camber) der Stange, eine gute Gewichtsbalance zwischen Frosch und Spitze sowie hochwertig verarbeitete Beschläge.
Die Bogenstange ist der lange, meist leicht konische Teil des Bogens, an dem das Pferdehaar gespannt wird. Sie besteht je nach Qualitätsstufe aus Fernambuk, anderen Hartholzarten oder Carbon.
Der Frosch ist das bewegliche Griffstück am unteren Ende des Bogens, mit dem die Spannung des Pferdehaars reguliert wird. Er besteht häufig aus Ebenholz, oft mit einem Perlmutt-Auge verziert, sowie Metallbeschlägen aus Silber, Neusilber oder – bei besonders hochwertigen Bögen – Gold.
Damit ist der silberne Drahtwickel im Griffbereich nahe dem Frosch gemeint, der zusammen mit dem Daumenleder für besseren Halt, eine ausgewogene Balance und eine hochwertige Optik sorgt.
Das Daumenleder ist ein kleines Lederstück am Übergang zwischen Frosch und Stange, das dem Daumen beim Halten des Bogens Komfort bietet und gleichzeitig die Stange vor Abnutzung schützt.
Je nach Spielintensität empfehlen wir eine Erneuerung etwa ein- bis zweimal jährlich, spätestens wenn das Haar merklich an Griffigkeit verliert oder brüchig wird.
Verwendet wird Schweifhaar von Pferden, bevorzugt aus kälteren Klimazonen wie der Mongolei oder Sibirien, da es dort dicker und griffiger ausfällt.
Die Bögen unterscheiden sich in Länge, Gewicht und Stärke, um zur jeweiligen Saitenspannung und Klangerzeugung des Instruments zu passen. Ein Kontrabassbogen ist beispielsweise deutlich kräftiger und schwerer als ein Violinbogen.
Ein Barock-Bogen ist kürzer als ein moderner Bogen und nach außen gewölbt statt konkav, was Gewichtsverteilung und Klangcharakter näher an die historische Aufführungspraxis heranführt.
Melde dich gerne bei uns, wir beraten dich individuell zu den Eigenschaften der verschiedenen Bögen in unserem Sortiment.
Nach dem Spielen solltest du die Spannung des Bogenhaars lösen, das Haar möglichst nicht mit den Fingern berühren, um Fettrückstände zu vermeiden, und den Bogen trocken und geschützt im Etui lagern.
Saiten sind speziell für Violine, Viola, Cello oder Kontrabass ausgelegt und nicht untereinander austauschbar. In der Artikelbeschreibung jeder Saite steht, für welches Instrument und welche Größe sie geeignet ist.
Die Marken unterscheiden sich vor allem im Kernmaterial und im Klangcharakter, von warm und dunkel bis brillant und kraftvoll. Wenn du unsicher bist, welcher Klang zu deinem Instrument und Spielstil passt, berate dich gerne bei uns.
Je nach Spielhäufigkeit empfehlen wir einen Wechsel etwa alle 6 bis 12 Monate, spätestens wenn der Klang stumpf wird oder die Saite sich verfärbt bzw. ausfranst.
Ja, viele unserer Saitensätze sind auch in Sondergrößen wie 3/4, 1/2, 1/4, 1/8 und 1/16 erhältlich – achte einfach auf die Größenangabe im Produktnamen.
Es gibt im Wesentlichen drei Kernarten: Naturdarm, Stahlkerndraht und synthetischer Kunststoffkern. Jede Variante hat ein eigenes Klangprofil und Stimmverhalten.
Die Umwicklung ist der außen um den Kern gewickelte Metalldraht, etwa aus Silber, Aluminium, Wolfram oder Chromstahl. Sie fügt Gewicht hinzu, ohne die Saite zu versteifen, und beeinflusst so wesentlich den Klangcharakter.
Darmsaiten gelten als historisch und klanglich besonders warm und komplex, reagieren aber empfindlicher auf Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen und verstimmen sich leichter. Kunststoffkernsaiten (z. B. Dominant, Obligato) sind stimmstabiler, schneller eingespielt und daher heute der verbreitete Standard.
Stahlkernsaiten sprechen sehr schnell und direkt an und klingen kraftvoll und brillant, gelten klanglich aber als etwas weniger vielschichtig. Kunststoffkernsaiten liefern meist einen wärmeren, obertonreicheren Klang bei etwas längerer Einspielzeit.
Für den Einstieg empfehlen sich robuste, stimmstabile Kunststoffkernsaiten wie Dominant oder Alphayue, die verzeihend im Klang und pflegeleicht im Alltag sind.
Hier bieten sich klanglich anspruchsvollere Saiten wie Evah Pirazzi Gold, Peter Infeld oder Passione Solo an, die mehr Klangfarben, Projektion und Differenzierung ermöglichen.
Typische Anzeichen sind ein stumpfer, leblos wirkender Klang, sichtbare Verfärbungen oder ausgefranste Stellen in der Umwicklung sowie zunehmende Stimminstabilität.
Am besten wechselst du die Saiten einzeln nacheinander, damit Steg und Stimme ihre Position durch die gleichbleibende Spannung der übrigen Saiten behalten. Wirbel sollten vorsichtig und ohne Verkanten bedient werden.
Häufige Ursachen sind scharfe Kanten am Obersattel oder Steg, eine fehlerhafte Wicklung oder Materialermüdung. In diesem Fall lohnt sich ein Check dieser Kontaktpunkte durch eine Geigenbauerin oder einen Geigenbauer.
Ja, dafür eignen sich reine Darmsaiten wie unsere Chorda-Saiten, die dem historischen Klangbild besonders nahekommen.
Solo-Saiten sind meist etwas kräftiger mensuriert bzw. auf einen höheren Stimmton ausgelegt und liefern dadurch mehr Brillanz und Projektion – ideal für solistisches Spiel vor größerem Publikum oder Orchester.
Der Kinnhalter sorgt für einen sicheren, komfortablen Halt des Instruments am Kinn. Wir bieten verschiedene Formen an – flach, ohrenförmig, höhenverstellbar. Welche am besten passt, hängt von Kieferform und persönlichem Empfinden ab.
Für Violine und Viola erleichtert eine Schulterstütze das entspannte Halten des Instruments deutlich, besonders bei längeren Spielzeiten. Wir führen unter anderem klappbare Modelle sowie Modelle der Marke Kun.
Unsere Etuis unterscheiden sich in Material – unter anderem Carbonfaser oder Schaumkern – und Ausstattung, von ultraleicht bis besonders robust. Achte beim Kauf auf die passende Instrumentengröße, zum Beispiel 4/4.
Klassische Kinnhalter bestehen aus Ebenholz, Palisander oder Buchsbaum, günstigere Modelle auch aus Hartgummi bzw. Kunststoff.
Feste Kinnhalter bieten eine einfache, robuste Standardform. Höhenverstellbare Modelle lassen sich individuell an Hals- und Schulterform anpassen, was besonders bei empfindlichem Nacken- oder Schulterbereich für mehr Komfort sorgen kann.
Das ist individuell verschieden: flache Modelle liegen zentral über dem Saitenhalter, ohrenförmige oder seitlich versetzte Modelle wie die Guaneri-Form bieten mehr seitlichen Halt. Am besten probierst du in Ruhe verschiedene Formen aus oder lässt dich von uns beraten.
Sie überbrückt den Abstand zwischen Instrument und Schulter, verhindert unnötiges Anheben der Schulter und ermöglicht eine entspanntere, gesündere Spielhaltung – besonders wichtig bei häufigem oder langem Spielen.
Klappbare Schulterstützen lassen sich platzsparend zusammenfalten und sind daher praktisch für den Transport. Feste Rahmenmodelle, etwa von Kun, bieten oft eine besonders stabile, gleichbleibende Unterstützung.
Häufig kommen leichte Materialien wie Carbon oder Leichtmetall in Kombination mit schaumgepolsterten Auflageflächen zum Einsatz, die für Stabilität bei geringem Gewicht sorgen.
Schaumkern-Etuis sind leichter im Preis und Gewicht, aber weniger stoßresistent. Carbonfaser-Etuis sind besonders leicht und gleichzeitig sehr robust, was sich in einem höheren Preis widerspiegelt.
Wichtig sind die passende Größe für dein Instrument, ausreichende Polsterung, möglichst auch ein Schutz gegen Feuchtigkeit sowie – je nach Bedarf – Trageriemen oder Rucksackfunktion für den Transport.
Der Obersattel sitzt am oberen Ende des Griffbretts und bestimmt Abstand und Höhe der Saiten über dem Griffbrett. Er besteht meist aus Ebenholz und ist entscheidend für eine angenehme, präzise Spielbarkeit.
Der Steg trägt die Saiten und überträgt deren Schwingung auf die Decke des Instruments. Seine Form, Dicke und Position beeinflussen sowohl die Saitenlage als auch maßgeblich den Klangcharakter – ähnlich einer Frequenzweiche im Lautsprecher.
Die Stimme (der Stimmstock) ist ein kleiner, im Korpusinneren zwischen Decke und Boden eingeklemmter Holzstift, der Schwingungen zwischen beiden Platten überträgt. Seine exakte Position ist entscheidend für Klang und Ansprache und sollte ausschließlich von Geigenbauerinnen und Geigenbauern eingestellt werden.
Violinen und Celli gibt es in den Größen 4/4, 3/4, 1/2, 1/4, 1/8 und teils 1/16. Die passende Größe richtet sich vor allem nach der Armlänge bzw. dem Alter der spielenden Person. Bei Unsicherheit hilft dir unser Team gerne bei der Auswahl.
Eine gängige Methode ist die Armlängenmessung: Der Arm wird seitlich ausgestreckt, gemessen wird der Abstand vom Hals bis zur Handfläche bzw. zum ersten Fingergelenk. Je nach gemessener Länge lässt sich daraus die passende Bruchteil-Größe ableiten.
Als grobe Orientierung: 1/16 und 1/8 für sehr junge Kinder (ca. 3–6 Jahre), 1/4 für ca. 6–8 Jahre, 1/2 für ca. 8–10 Jahre, 3/4 für ca. 10–12 Jahre und 4/4 (Vollgröße) ab ca. 12 Jahren bzw. für die meisten Erwachsenen. Da Körperbau individuell verschieden ist, ersetzt dies aber keine persönliche Anprobe.
Ja, auch beim Cello gibt es die Abstufungen 4/4, 3/4, 1/2, 1/4 und 1/8, wobei sich die passende Größe ebenfalls an Körpergröße und Armlänge orientiert – hier zusätzlich an der Sitzhöhe, da das Cello beim Spielen zwischen den Knien steht.
Ja, neben der 4/4-Größe sind vor allem 3/4-Kontrabässe für erwachsene Spielerinnen und Spieler verbreitet, kleinere Größen eignen sich für Kinder und Jugendliche.
Anders als bei der Violine wird die Viola nicht in Bruchteilsgrößen, sondern in Zentimetern angegeben, meist zwischen etwa 38 und 42 cm Korpuslänge. Die größere Bauform sorgt für den tieferen, dunkleren Klangcharakter der Viola.
Unsere Sets enthalten neben dem Instrument in der Regel Bogen und Etui. Die genaue Zusammensetzung ist jeweils in der Produktbeschreibung aufgeführt.
Diese Angabe zeigt, für welche Instrumentengröße der Saitensatz konzipiert ist. Die Saitenlänge und teils die Mensur sind auf kleinere Instrumente abgestimmt, damit Klang und Spielbarkeit auch bei Bruchteilsgrößen stimmen.
Ja, dafür gilt unsere allgemeine Rückgabefrist von 4 Wochen ab Erhalt der Ware. Bei Unsicherheiten zur richtigen Größe beraten wir dich aber gerne schon vor dem Kauf, um einen Umtausch möglichst zu vermeiden.
Das ist individuell verschieden, viele Kinder wechseln in den ersten Lernjahren alle 1 bis 2 Jahre die Größe. Ein regelmäßiger Check von Armlänge und Spielhaltung hilft dabei, den richtigen Zeitpunkt für die nächste Größe zu erkennen.
Ja, gerne. Teile uns einfach Körpergröße bzw. Alter der spielenden Person mit, und wir helfen dir bei der Auswahl der passenden Instrumentengröße.
Eine 7/8-Violine ist geringfügig kleiner als die Vollgröße 4/4 und eignet sich für Spielerinnen und Spieler mit kleineren Händen oder kürzeren Armen, die dennoch nahezu den vollen Klang und die Projektion einer Vollgröße-Violine wünschen.
Tonholz muss besondere akustische Eigenschaften erfüllen: einen gleichmäßigen, engen und astfreien Jahrringwuchs, ein hohes Steifigkeits-zu-Gewicht-Verhältnis sowie eine lange, langsame Trocknung von oft mehreren Jahren. Gewöhnliches Bau- oder Möbelholz muss diese Kriterien nicht erfüllen und eignet sich daher klanglich nicht für den Instrumentenbau.
Als Tonholz wird meist Bergahorn verwendet, der langsam in höheren Lagen gewachsen ist und dadurch einen feinen, gleichmäßigen Wuchs hat. Für Decke, Zargen, Hals und Schnecke wird das Holz zudem quer zur Faser ("radial") gesägt und häufig nach seiner Flammung bzw. Riegelung ausgewählt, die für Optik und Klang gleichermaßen wichtig ist. Gewöhnliches Ahornholz, wie es etwa im Möbelbau verwendet wird, wird ohne diese besondere Sägetechnik und ohne Auswahl nach Flammung oder Resonanzverhalten verarbeitet.
Für Instrumentendecken wird meist sogenannte Resonanz- oder Bergfichte verwendet, die in höheren alpinen Lagen wächst – etwa im italienischen Val di Fiemme, das wegen seiner Verwendung durch Stradivari auch "Stradivari-Wald" genannt wird, sowie in den Karpaten und auf dem Balkan. Entscheidend sind enge, gleichmäßige Jahrringe und ein sehr gutes Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht, wodurch die Decke Schwingungen besonders effizient überträgt. Gewöhnliches Bau- oder Konstruktionsfichtenholz weist diese feine, gleichmäßige Maserung in der Regel nicht auf.
Ebenholz stammt von verschiedenen Diospyros-Arten und ist ein sehr hartes, dichtes, tiefschwarzes Holz. Wegen seiner Härte und Verschleißfestigkeit wird es vor allem für Griffbrett, Saitenhalter, Wirbel und Kinnhalter verwendet.
Das kommt auf die Herkunft an: Unter dem Artenschutzabkommen CITES steht ausschließlich das auf Madagaskar endemisch vorkommende Ebenholz (bestimmte Diospyros-Populationen) unter Schutz, der Export von dort ist untersagt. Ebenholz anderer Herkunft, etwa aus Afrika oder Asien, unterliegt keiner vergleichbaren Handelsbeschränkung, sollte aber dennoch von seriösen Anbietern mit nachvollziehbarer Herkunft bezogen werden. Für fertige Musikinstrumente mit kleinen Ebenholzteilen sind in der Regel keine gesonderten CITES-Nachweise nötig, da sich die Regelung vor allem auf Rohholz bezieht. Für verbindliche rechtliche Einordnungen empfehlen wir dennoch, dies bei Bedarf zusätzlich fachlich prüfen zu lassen.
Pernambuk, auch Fernambuk genannt, stammt vom brasilianischen Baum Paubrasilia echinata und wird seit rund 250 Jahren wegen seiner einzigartigen Kombination aus Dichte, Elastizität und Flexibilität für hochwertige Streichbögen verwendet.
Fernambuk steht seit 2007 auf CITES Anhang II. Das bedeutet: Der Handel mit neu geschlagenem Holz ist untersagt, verarbeitet werden dürfen im Bogenbau nur bestehende Altbestände. Fertige Bögen können in der Regel weiterhin gehandelt und international mitgeführt werden. Ein Vorschlag Brasiliens, den Schutzstatus weiter zu verschärfen, wurde bislang nicht in eine vollständige Handelssperre umgesetzt – wir empfehlen, sich bei Reisen mit hochwertigen Fernambuk-Bögen ins Ausland vorab über die aktuell geltenden Bestimmungen zu informieren.
Palisander bezeichnet verschiedene Dalbergia-Arten und wird unter anderem für Griffbretter, Wirbel und Beschläge verwendet. Der Schutzstatus unterscheidet sich stark je nach Art: Rio-Palisander (Dalbergia nigra) steht bereits seit 1992 auf dem strengsten CITES-Anhang I und darf praktisch nicht mehr gehandelt werden, während andere Palisander-Arten seit 2016 unter dem etwas weniger strengen Anhang II stehen und mit entsprechenden Nachweisen gehandelt werden dürfen.
Neben Ahorn, Fichte, Ebenholz und Pernambuk kommen unter anderem Weidenholz für Eck- und Futterklötze, Buchsbaum traditionell für Wirbel und Beschläge historischer Instrumente sowie Birnbaumholz – oft dunkel gebeizt als preisgünstige Alternative zu Ebenholz – zum Einsatz.
Durch eine lange, langsame Trocknung – oft über viele Jahre – verliert das Holz überschüssige Feuchtigkeit gleichmäßig, wird stabiler und entwickelt bessere Resonanzeigenschaften. Zu schnell getrocknetes oder frisches Holz neigt eher zu Rissen und Verzug.
Dazu zählen Metallbeschläge etwa für Feinstimmer und Saitenhalter, moderne Verbundwerkstoffe wie bei Wittner-Kunststoffteilen, Perlmutt-Einlagen zum Beispiel am Bogenfrosch sowie Carbonfaser für moderne Bögen und Etuis.
Bei Saiten bezeichnet die Wicklung den außen um den Kern gewickelten Metalldraht – häufig aus Silber, aber auch Aluminium, Wolfram oder Chromstahl –, der Gewicht hinzufügt, ohne die Saite zu versteifen, und so den Klangcharakter prägt. Beim Bogen bezeichnet Silberwicklung den silbernen Drahtwickel am Griffbereich nahe dem Frosch, kombiniert mit dem Daumenleder – beides dient Grip, Balance und Optik.
Der Bogenbezug besteht aus dem Schweifhaar von Pferden. Besonders geschätzt wird Haar aus kälteren Klimazonen wie der Mongolei oder Sibirien, da es dort dicker und griffiger ausfällt. Erst mit aufgetragenem Kolophonium entwickelt das Haar genug Reibung, um die Saiten zum Klingen zu bringen.
Kolophonium ist ein aus dem Harz von Nadelbäumen gewonnenes Produkt, das auf das Pferdehaar des Bogens aufgetragen wird. Es sorgt für die nötige Reibung zwischen Bogenhaar und Saite, ohne die kein Ton entsteht.
Hinweise sind eine feine, gleichmäßige Jahrringstruktur der Fichtendecke, eine schöne, gleichmäßige Flammung des Ahorn-Bodens sowie ein angenehmes Gewicht und Resonanzverhalten beim Anschlagen. Eine verlässliche Einschätzung können letztlich aber nur erfahrene Geigenbauerinnen und Geigenbauer geben.
Im Wesentlichen unterscheidet man drei Gruppen: Öllacke, Spirituslacke (unter anderem auf Schellack-Basis) und moderne künstliche bzw. synthetische Lacke. Alle drei schützen das Holz, unterscheiden sich aber deutlich in Verarbeitung, Optik und Einfluss auf den Klang.
Öllack basiert meist auf Leinöl, Naturharzen und etwas Terpentin. Er trocknet sehr langsam, oft über Wochen bis Monate, bleibt dabei aber elastisch und lässt das Holz frei mitschwingen. Traditionell von den alten italienischen Meistern in Cremona verwendet, gilt er bis heute als besonders hochwertig, alterungsfähig und klanglich vorteilhaft – erfordert aber viel Erfahrung und Zeit in der Verarbeitung.
Spirituslack wird mit Alkohol statt Öl angesetzt, häufig auf Basis von Schellack – einem Harz, das von der Lackschildlaus abgesondert und in Alkohol gelöst wird. Er trocknet sehr schnell, oft innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen, ist dadurch aber härter und weniger elastisch als Öllack. Diese Lacktradition war historisch besonders in Mitteleuropa verbreitet, etwa in den Werkstätten des Vogtlands und in Mittenwald, da sie eine deutlich schnellere Fertigung ermöglichte.
Künstliche Lacke, etwa Kunstharz-, Nitro- oder Polyurethanlacke, sind moderne Alternativen, die maschinell und sehr gleichmäßig aufgetragen werden können. Sie sind besonders widerstandsfähig, kratzfest und pflegeleicht und kommen daher vor allem bei Fabrik- und Einsteigerinstrumenten zum Einsatz. Klanglich gelten sie im Vergleich zu traditionellem Öllack meist als etwas weniger nuanciert, da sie oft dicker und starrer auftragen.
Da der Lack direkt auf dem schwingenden Holzkörper aufliegt, wirken sich seine Dicke und Elastizität auf die Klangentfaltung aus. Ein dünn und elastisch aufgetragener Lack – wie klassischer Öllack – lässt das Holz freier schwingen, während ein zu dick oder zu starr aufgetragener Lack die Resonanz hörbar dämpfen kann. Aus diesem Grund tragen erfahrene Geigenbauerinnen und Geigenbauer den Lack meist in vielen, sehr dünnen Schichten auf.
Einige Anhaltspunkte gibt es: Öllack wirkt oft warm, tief und leicht changierend in der Farbe und entwickelt mit der Zeit ein feines Craquelé. Spirituslack wirkt meist dünner, härter und gleichmäßig glänzend. Künstliche Lacke erscheinen häufig sehr gleichmäßig und hart, oft mit wenig Farbtiefe. Eine sichere Bestimmung können aber letztlich nur erfahrene Geigenbauerinnen und Geigenbauer vornehmen.
Kolophonium-Reste solltest du nach dem Spielen mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen, bevor sie sich festsetzen. Verzichte auf alkoholhaltige Reinigungsmittel, direkte Sonneneinstrahlung und starke Hitze, da diese den Lack angreifen bzw. ausbleichen können. Spezielle Pflegemittel für Streichinstrumente sind unbedenklichen Hausmitteln in jedem Fall vorzuziehen.
Alle unsere Instrumente kommen aus Deutschland. Wir führen sowohl neu gefertigte Instrumente als auch sorgfältig restaurierte antike Einzelstücke, die von unseren ausgebildeten Geigenbauerinnen und Geigenbauern geprüft und in einen optimalen Spielzustand gebracht werden.
Der Musikwinkel ist eine historische Instrumentenbau-Region im sächsischen Vogtland rund um Markneukirchen, Klingenthal, Schöneck und Adorf. Seit der böhmischen Exulantenbewegung im 17. Jahrhundert hat sich dort eine arbeitsteilige, hausindustrielle Fertigung von Streich- und Zupfinstrumenten etabliert, die bis heute Bestand hat.
Adorf gehört zum sächsischen Musikwinkel und blickt auf eine jahrhundertealte Tradition des Instrumentenbaus zurück. Die Region ist bekannt für kleinteilige, spezialisierte Werkstätten, in denen einzelne Arbeitsschritte – vom Rohholz bis zum fertigen Instrument – auf verschiedene Betriebe verteilt sind.
Bubenreuth bei Erlangen wurde 1949 zur neuen Heimat für rund 1.600 heimatvertriebene Instrumentenbauerinnen und Instrumentenbauer aus der Egerländer Geigenbauerstadt Schönbach (heute Luby, Tschechien). Aus der eigens errichteten "Geigenbauer-Siedlung" entwickelte sich ein bis heute bedeutendes Zentrum des europäischen Streich- und Zupfinstrumentenbaus.
Ja, neben dem Vogtland und Bubenreuth gilt vor allem Mittenwald in Oberbayern seit Jahrhunderten als bedeutendes Zentrum des Geigenbaus, mit einer eigenen Geigenbauschule und langer Tradition.
Reghin (deutsch Sächsisch-Regen) in Siebenbürgen trägt den Beinamen "Stadt der Geigen". Dort steht seit 1951 eine der größten Streichinstrumentenfabriken Europas, die vor allem Instrumente für den Einsteiger- und Mittelklassebereich in großer Stückzahl fertigt. Unsere eigenen Instrumente stammen jedoch, wie oben beschrieben, aus deutscher Handarbeit.
International besonders bekannt sind Cremona in Italien – die historische Heimat von Stradivari, Guarneri und Amati und heute UNESCO-Kulturerbe des Geigenbau-Handwerks –, Mirecourt in Frankreich mit langer Tradition im Geigen- und Bogenbau sowie Luby (früher Schönbach) in Tschechien, die Ursprungsstadt der später nach Bubenreuth übergesiedelten Instrumentenbauerinnen und Instrumentenbauer.
Es bedeutet, dass die Instrumente von in Deutschland ausgebildeten Geigenbauerinnen und Geigenbauern gefertigt, restauriert oder eingerichtet wurden – im Gegensatz zur industriellen Serienfertigung. Einzelne Arbeitsschritte wie Einpassen des Stegs, Einstellen der Stimme oder Anpassen der Saitenlage erfolgen von Hand.
Ein Einzelstück ist genau einmal verfügbar – häufig ein antikes oder besonders hochwertiges Instrument mit individueller Geschichte. Baujahr, Herkunft, Zustand und Maße stehen jeweils in der Produktbeschreibung.
Beides: Wir führen sowohl fabrikneue Instrumente als auch antike bzw. gebrauchte Einzelstücke, die von unseren Geigenbauerinnen und Geigenbauern aufbereitet wurden. Zustand und Alter sind immer in der Artikelbeschreibung angegeben.
Ja. Jedes Instrument durchläuft vor dem Versand eine Kontrolle durch unsere Geigenbauerinnen und Geigenbauer, damit Stimmung, Steg, Saitenlage und Klang optimal eingestellt sind.
In Deutschland durchlaufen Geigenbauerinnen und Geigenbauer eine mehrjährige Ausbildung bzw. ein Studium mit anerkanntem Abschluss, oft ergänzt durch eine Meisterprüfung. Nur mit dieser Qualifikation dürfen anspruchsvolle Arbeiten wie Stegbau, Stimmstock-Einpassung oder Restaurierungen fachgerecht ausgeführt werden.
Der Preis hängt von Faktoren wie Alter, Herkunft und Seltenheit des Instruments, Qualität und Lagerzeit des verwendeten Tonholzes, dem handwerklichen Aufwand sowie dem aktuellen Erhaltungszustand ab. Bei antiken Einzelstücken spielt zusätzlich die individuelle Geschichte eine Rolle.
Soweit bekannt, geben wir Herkunft, ungefähres Baujahr und besondere Merkmale in der jeweiligen Produktbeschreibung an. Bei weiteren Fragen zur Provenienz eines Einzelstücks kannst du uns gerne direkt kontaktieren.
Eine sehr bedeutende: Die Stadt Luby (früher Schönbach) im Egerland, direkt an der sächsischen Grenze, blickt auf rund 400 Jahre Tradition im Streichinstrumentenbau zurück und gehört zum böhmisch-sächsischen Musikwinkel. Aus kleinem Kunsthandwerk entwickelte sich dort um 1900 eine Industrie von Weltruf, zeitweise arbeiteten über 1.000 Menschen im Ort im Geigenbau, viele davon spezialisiert auf einzelne Bauteile wie Hälse, Stege oder Wirbel. Bekannte Geigenbau-Dynastien wie Höfner haben ihre Wurzeln in Schönbach, bevor ein Teil der dort ansässigen Geigenbauerinnen und Geigenbauer 1949 nach Bubenreuth übersiedelte. Bis heute ist Luby mit Werkstätten und einer traditionsreichen Geigenbauschule (heute im nahen Cheb) ein aktives Zentrum des Geigenbaus.
Ja, wir führen komplette Sets für den Einstieg, die neben dem Instrument in der Regel Bogen und Etui enthalten – ideal, um unkompliziert loszulegen.
Deutschland hat eine sehr lebendige Geigenbau-Szene mit zahlreichen renommierten Meisterinnen und Meistern. Hier eine Auswahl von 16 besonders geschätzten Werkstätten im Land (unabhängig von unserem eigenen Sortiment):